GLEICHBERECHTIGUNG
Frauen an der Wirtschaftsfront
So wie in anderen Ländern auf der ganzen Welt spielen auch in Taiwan die Frauen eine zunehmend wichtige Rolle auf dem Arbeitsmarkt und als Verbraucher.
von Kelly HER
Naomi
Lin, Inhaberin und geschäftsführende Direktorin von Lite Puter, präsentiert
stolz die Beleuchtungskontrollsysteme ihres Unternehmens. (Foto: Huang Chung-hsin)
Unter der Riege
von Naomi Lin, Inhaberin und geschäftsführende Direktorin des Unternehmens
Lite Puter Enter prise Co., wurden die von ihrer Firma hergestellten Beleuchtungs-Kontrollsysteme
von den meisten Fünfsternehotels und Museen in Taiwan übernommen. Mit Lin
am Ruder wuchs Lite Puter, und heute arbeitet das Unternehmen mit 35 Agenten und
80 Verteilern in 65 Ländern.
Im Jahr 2000 gewann Lin den Jungunternehmer-Preis des staatlich finanzierten Chinajugend-Karriereentwicklungsverbandes (China Youth Career Development Association, CYCDA), und seitdem hat sie in mehreren Wirtschaftsorganisationen leitende Stellungen eingenommen. 2005 dehnte sie ihren Firmenbetrieb über Taiwans Grenzen hinaus aus und richtete eine Fabrik in China ein.
Lin ist heute eine erfolgreiche Unternehmerin, die sich über Ruhm und Reichtum ebenso freut wie über ein gutes Familienleben. Alle diese Dinge sind ihr aber nicht in den Schoß gefallen. "Ich habe quasi ununterbrochen rotiert -- manchmal machte ich um Mitternacht noch die Wäsche und andere Hausarbeit, nachdem mein Mann und die beiden Kinder zu Bett gegangen waren", meint Lin rückblickend auf ihr Leben der vergangenen zwanzig Jahre. "Ich sehe mich selbst als Menschen mit einer starken Persönlichkeit. Trotzdem war ich manchmal deprimiert."
Lins Geschichte ist typisch für verheiratete Frauen, die eine eigene berufliche Laufbahn anstreben. "Berufstätige Frauen müssen eindeutig härter arbeiten als ihre männlichen Kollegen, da man immer noch von ihnen erwartet, dass sie sich um ihre Familienmitglieder kümmern, um die Kleinen und die Alten, und auch um die Hausarbeit", argumentiert Lin. "Sie müssen viele Kompromisse eingehen, um ihre Ehe zu erhalten, besonders wenn ihr Geschäft gut läuft."
Insgesamt ist es für Frauen schwieriger als für Männer, ein eigenes Geschäft zu gründen, fährt Lin fort. Wenn Frauen sich um einen Kredit bemühen, werden sie in der Regel von der Bank aufgefordert, dass ihr Ehemann als Bürge fungiert.
Trotz all dieser Schwierigkeiten schreiten Lin und viele andere Frauen entschlossen voran. Lin hat beispielsweise ihre Kenntnisse über Geschäftsverwaltung und internationales Marketing ständig konsolidiert, indem sie Abendschulen besuchte.
Keine Grenzen
"Um Erfolg zu haben, muss man aggressiv und optimistisch sein, sich bestimmte Ziele setzen und Schritt für Schritt vorangehen, um sie zu verwirklichen", definiert Lin. "Frauen sollten sich keine Grenzen dafür setzen, was sie erreichen können."
Laut Informationen im Weißbuch 2007 über kleine und mittlere Unternehmen in Taiwan, herausgegeben vom Wirtschaftsministerium, stieg die Beteiligung von Frauen in der bezahlten Arbeitnehmerschaft in Taiwan im Jahre 2006 auf 43 Prozent, 1971 waren es 31 Prozent gewesen. Außerdem waren 37 Prozent aller inländischen Arbeitgeber Frauen.
Nach den Worten von Robert Lai, Generaldirektor der Verwaltung kleiner und mittlerer Unternehmen im Wirtschaftsministerium, war die Wachstumsrate bei der Anzahl von Frauen, die ihr eigenes Geschäft besaßen oder selbständig waren, höher als die der Männer, was ein globaler Trend zu sein scheint.
Mehr Bildungsmöglichkeiten und die Förderung der Gleichberechtigung der Geschlechter haben die Autonomie und Unabhängigkeit von Frauen gesteigert, vermutet Lai. Das wiederum ermutigt die Frauen, in den Arbeitsmarkt einzutreten. Außerdem haben viele Regierungen und Organisationen auf der ganzen Welt mehr Ressourcen beigesteuert, um Frauen zu helfen, ihr eigenes Geschäft zu betreiben.
"Derzeit gibt es unter Hochschulabsolventen und höheren akademischen Graden in Taiwan mehr Frauen als Männer", weiß Lai. "Überdies haben der blühende Dienstleistungssektor und die Beliebtheit von Online-Marketing Frauen mehr Jobchancen gegeben. Viele Taiwanerinnen betrachten ein eigenes Geschäft als Möglichkeit, sich wirtschaftliche Unabhängigkeit zu sichern. Diese Tendenz ist für die allgemeine Wirtschaftsentwicklung des Landes förderlich und kann mehr Beschäftigungschancen schaffen."
Entsprechend betrachtet Wang Yun-tung, Professor an der Abteilung für Sozialarbeit der National Taiwan University (NTU) in Taipeh, die gesteigerte Beteiligung von Frauen in der bezahlten Arbeitnehmerschaft als günstig.
Diversifizieren und humanisieren
"Der Einstieg von weiblichen Arbeitnehmern kann den Arbeitsmarkt diversifizieren und humanisieren", versichert Wang. "Unterdessen verzeichnete Taiwan bei seinem Wandel von einer industriellen Wirtschaft zu einer auf Dienstleistungen basierenden Wirtschaft einen größeren Arbeitskräftebedarf im Dienstleistungsbereich." Dies stelle eine Gelegenheit für Frauen dar, ergänzt er.
Wang glaubt, dass mit dem Eintritt von mehr Frauen in die bezahlte Arbeitnehmerschaft, besonders auf der Management-Ebene, die Arbeitsstile der Frauen die Kultur am Arbeitsplatz verändern und andere Denkweisen einführen können.
Zusätzlich nehmen Frauen bestimmte Jobs an, die in der Vergangenheit bei Männern nicht begehrt waren, deswegen kann ihr Eintritt in den Arbeitsmarkt den Bedarf mancher vorhandener Berufe erfüllen und neue Berufe entwickeln. Zum Beispiel steigt der Bedarf an professionellen Pflegekräften für Senioren und Kinder, und in diesen Bereichen finden viele Frauen Beschäftigung, so Wang.
Immer mehr Frauen bleiben alleinstehend oder heiraten später und bekommen weniger Kinder. Infolgedessen können sie ihren beruflichen Laufbahnen mehr Zeit und Kraft widmen, wie Wang fortfahrend ausführt. Zudem ist die Regierung dazu übergegangen, den Eintritt von Frauen in den Arbeitsmarkt durch die Verabschiedung von Gesetzen, Bildung und zahlreiche andere Maßnahmen zu erleichtern.
Die Verwaltung für kleine und mittlere Unternehmen im Wirtschaftsministerium beispielsweise bietet Frauen, die ihr eigenes Geschäft aufziehen wollen, Beistand, darunter Beratung, Finanzierung und Schulung zu praktischem Können wie etwa dem Gebrauch von Informationstechnologie.
"Die üblichen Probleme, auf die Frauen bei ihrem Streben nach Aufbau eines eigenen Geschäfts stoßen, sind Unzulänglichkeiten bei beruflichen Kenntnissen und Investitionskapital", zählt Lai auf. "Deswegen haben wir verschiedene Kurse und Seminare organisiert, in denen es um Management-Prinzipien, Gesetze und Bestimmungen, Finanzplanung sowie Dienstleistungs- und Marketingkonzepte geht. Daneben bieten wir niedrig verzinste Darlehen, bei denen kein Bürge auftreten muss."
Lai fügt hinzu, dass seine Behörde Beratungskomitees in den nördlichen, mittleren und südlichen Teilen Taiwans eingerichtet hat, um angehenden Geschäftsfrauen zu helfen. Diese Komitees fordern erfolgreiche Unternehmerinnen auf, Mitglieder zu werden, und es gibt einen Unterstützerverbund aus Freiwilligen mit verschiedenen Fachbereichen, die Frauen bei ihrer Geschäftsgründung Führung und Hilfe bieten können.
Das Frauen-Internet
Darüber hinaus wurden zwei Webportale geschaffen, um taiwanischen Geschäftsfrauen bei Aufbau und Förderung eines Marktes zu helfen. Die Website des Wirtschaftsministeriums womenbusiness. taiwantrade.com.tw soll denen beistehen, die den internationalen Markt ins Visier nehmen, während die Website women-village.org.tw sich auf den Inlandsmarkt konzentriert. Bislang haben die beiden Websites jeweils rund 1000 Unternehmerinnen um ihre Beteiligung gebeten, um ihre Produkte auszustellen.
Allein im vergangenen Jahr bot die Verwaltung für kleine und mittlere Unternehmen im Wirtschaftsministerium Beratungsdienste für gut 4400 Frauen, berufliche Schulung für 1200 Frauen, und man half weiteren 104 Frauen dabei, Geschäfte aufzubauen, die insgesamt 537 Arbeitsplätze schufen.
Naomi Lin von Lite Puter gehörte zu den Nutznießern dieser vom Staat initiierten Maßnahmen, und sie wurde später aufgefordert, ein Beratungskomitee im Wirtschaftsministerium für die nordtaiwanische Region zu koordinieren.
"Viele staatliche Ressourcen stehen zur Nutzung durch Frauen bereit", wirbt Lin. "Nehmen wir mal mich selbst zum Beispiel. Ich belegte mehrere Kurse vom Wirtschaftsministerium und vom CYCDA darüber, wie man ein Geschäft managt und sich Darlehen zu Vorzugskonditionen sichert, um schwere Zeiten durchzustehen. Ich würde gerne meine Erfahrungen mit anderen Frauen teilen, die ihr eigenes Geschäft starten möchten. Heute sind sie nicht mehr auf sich allein gestellt, wie es früher bei uns der Fall war."
Lai vom Wirtschaftsministerium meint, einheimische Frauen betreiben Geschäfte größtenteils in den Bereichen Gastronomie, Bekleidungs-Einzelhandel, Bildung, Kosmetik sowie Coiffeur- und Spa-Dienstleistungen. Meist haben die Unternehmen einen kleinen Umfang und bedienen den Inlandsmarkt. Er rät, dass Frauen auf sich wandelnde Bedürfnisse des Marktes achten sollten, um geschäftliche Gelegenheiten zu finden. Die aufstrebenden Sektoren Kultur und Gesundheitswesen beispielsweise könnten Bereiche mit neuen Geschäftsgelegenheiten für Frauen sein.
Wang Yun-tung von der NTU ist der Ansicht, dass die Hindernisse für den Aufbau eines eigenen Geschäfts dank verschiedener Formen von staatlicher Hilfe und der Einführung des e-Handels heutzutage niedriger sind. Er erwähnt jedoch auch Statistiken des Wirtschaftsministeriums, die darauf hinweisen, dass rund 40 Prozent der Geschäfts-Neugründungen nicht länger als fünf Jahre überleben, und nach seinen Worten sollten Frauen sorgfältig darüber nachdenken, wie sie den Betrieb aufrechterhalten und Gewinne schaffen könnten, bevor sie ein Geschäft starten.
Taiwans
Wirtschaftsministerium richtete im ganzen Land Beratungskomitees ein, um angehenden
Geschäftsfrauen zu helfen. (Foto: Courtesy SME Administration, MOEA)
Die Kluft verkleinern
In einem anderen Bereich hat Wang beobachtet, dass Frauen, weil in den letzten Jahren bei Gehältern das Gefälle zwischen den Geschlechtern geringer wurde und Frauen höhere Einkommensstufen erreichen, in ihren Familien mehr Einfluss gewinnen. Außerdem wird ihre Kaufkraft zu stark, als dass die Anbieter von Produkten und Dienstleistungen sie ignorieren könnten.
Diese Trends werden von Zahlen der Generaldirektion für Budget, Rechnungswesen und Statistik (Directorate-General of Budget, Accounting and Statistics, DGBAS) veranschaulicht. Beispielsweise betrug im Oktober 2007 das durchschnittliche Monatsgehalt bei Männern in Taiwan 44 044 NT$ (917,58 Euro), während Frauen im Schnitt 35 459 NT$ (738,73 Euro) verdienten, eine Differenz von 8585 NT$ (178,85 Euro) -- mit anderen Worten, die Einkünfte von Frauen betrugen rund 80 Prozent der von Männern. Im Jahr 2000 verdienten Frauen im Schnitt 12 268 NT$ (255,58 Euro) weniger und bekamen 74 Prozent im Vergleich mit dem Männerverdienst. Darüber hinaus waren 2007 etwa 24 Prozent der alleinigen Geldverdiener in taiwanischen Familien Frauen, sechs Jahre zuvor waren es noch 20 Prozent gewesen.
Außerdem sind laut dem von Merril Lynch herausgegebenen Wohlstandsbericht 2007 Asia-Pacific Wealth Report 43 Prozent der Personen in Taiwan mit mehr als einer Million US$ Nettovermögen Frauen, der höchste Wert in der asiatisch-pazifischen Region.
Wang von der NTU meint, infolge ihres verbesserten wirtschaftlichen Status geben viele Frauen heute für Produkte und Dienstleistungen aus dem Kosmetikbereich, Luxuswaren, Immobilien und andere Dinge viel Geld aus. Das sei auch für die inländische Wirtschaft hilfreich.
Reich ins Heim
Laut Calvin Wu, Direktor für Forschung und Entwicklung bei Sinyi Realty, hat sich die Zahl der Frauen, die Eigenheime kaufen, so erhöht, dass sie die Zahl der Männer in dieser Kategorie übertrifft. Der allgemeine Anteil von weiblichen Käufern stieg beispielsweise von 52 Prozent im Jahre 2004 auf 54 Prozent im Jahre 2007. Unterdessen ist der Frauenanteil auf dem Markt für Einpersonen-Wohnungen von 57 Prozent 2004 auf 63 Prozent 2007 hinaufgeschnellt. Der Anstieg beim Immobilieneigentum sei auch bei verheirateten Frauen zu beobachten, so Wu.
"Heute treffen viele verheiratete Frauen die Entscheidungen über Ausgaben in der Familie, da sie ebenso zum Geldverdienen arbeiten und vielleicht sogar mehr Geld heimbringen als ihre Ehemänner", bemerkt Wu. "Bei Immobilien-Verkaufstransaktionen erleben wir, dass eine steigende Zahl von Ehefrauen das letzte Wort hat, und sie werden die Hausbesitzer."
Gleichzeitig sind viele der Frauen, die alleinstehend bleiben, dazu übergegangen, Eigentum zu kaufen, entweder um ihre Lebensqualität zu verbessern oder aber zu Investitionszwecken, fährt Wu fort. "Manche alleinstehenden Frauen glauben, dass ihnen der Mann sowieso weglaufen wird, doch das Haus bleibt", spekuliert er. "Sie fühlen sich sicherer dabei, in Immobilien zu investieren als in Männer."
Als Folge davon sind Einpersonen-Apartments bei alleinstehenden Frauen sehr beliebt geworden. Im Hinblick auf das Verbraucherpotenzial von Frauen streben viele Bauherren danach, mehr solche Wohnungen in der Nähe von Einkaufszentren oder Schnellbahnstationen zu bauen und dabei gut abgestimmte Einrichtungen zu bieten.
"Viele Häuserbau-Projekte bieten heute verschiedene Stile von Luxus-Apartments", berichtet er. "Trotz ihrer geringen Größe sind sie mit allem ausgestattet, was man brauchen oder sich wünschen könnte, etwa eine gut ausgestattete Küche, eine Whirlpool-Badewanne, Waschmaschine und Trockner, dazu ein Sicherheitssystem. Die öffentlichen Einrichtungen umfassen Räume mit Spa, Dampfbad und Sauna. All dies soll den Bedürfnissen und Vorlieben von Frauen entgegenkommen."
Echte Sicherheit
Wu fügt hinzu, dass seine Agentur bei der Formulierung von Marketingstrategien auch Geschlechterfragen berücksichtigt. Entsprechend hat sie eine Reihe von Werbekampagnen und Dienstleistungen hervorgebracht, um potenzielle weibliche Käufer anzusprechen. "Immobilien repräsentieren das Streben von Frauen nach Sicherheit und Stabilität", philosophiert er. "Die verschiedenen Dienstleistungsgarantien, die wir abgeben, sollen ein solches Sicherheitsgefühl erhöhen."
Die 47-jährige Oberschul-Englischlehrerin Lydia Lai gibt an, im Monat fast 80 000 NT$ (1666 Euro) zu verdienen, und gegenwärtig gehören ihr drei Wohnungen. "Ich will im Alter von 50 Jahren in den Ruhestand treten und dann um die Welt reisen, denn jetzt, wo ich Eigentum besitze, muss ich mir um Finanzen keine Sorgen machen", prahlt sie. "Ich denke, ich habe die richtige Entscheidung getroffen, mein Geld in Immobilien zu stecken. Sonst hätte ich es nur für viel Kram ausgegeben, den ich vielleicht nicht wirklich brauche."
Gleichzeitig ist Lai mit ihrem Leben als Single zufrieden. "Ich hatte nicht geplant, alleinstehend zu bleiben. Es ist Gottes Fügung, und das akzeptiere ich. Allein zu leben passt vielleicht besser zu mir, da ich meine Angelegenheiten gern selbst regele. In einer Ehe muss man viele Kompromisse eingehen, und das ist ermüdend. Außerdem kann ich viel Zeit für Erholung aufwenden und tun, was ich will."
Egal ob alleinstehend oder verheiratet, die taiwanischen Frauen werden sicherlich wirtschaftlich immer unabhängiger und haben als Verbraucher und auch auf dem Arbeitsmarkt einen größeren Einfluss.
Eigenschaften wie Härte und Ehrgeiz kann man bei berufstätigen Frauen erleben, besonders bei Unternehmerinnen. "Auf dem Arbeitsmarkt wird niemand mit Frauen nur wegen ihres Geschlechts Mitleid haben", versichert Naomi Lin von Lite Puter. "Man muss so hart arbeiten wie die Männer, wenn nicht gar härter. Es existieren immer noch verschiedene Formen gesellschaftlichen Drucks auf Frauen. Trotzdem können Frauen die gläserne Decke durchstoßen und es gut haben, wenn ihr Wille zum Erfolg stark genug ist und sie die Initiative ergreifen."
(Deutsch von Tilman Aretz)